Gemmotherapie

‚Gemmo’ ist Latein und bedeutet Knospe und genau darum geht es in dieser relativ neuen Therapieart. Die Mittel, mit denen wir in der Gemmotherapie arbeiten werden ausschließlich aus ‚jungem’ Material gewonnen. Knospen, die gerade erstes Grün zeigen, junge Triebspitzen oder aber junge Schösslinge.

 

Der Entdecker der Gemmotherapie ist der belgische Arzt Dr. Pol Henry.

Dr. Pol Henry entwickelte seine Therapie angelehnt und inspiriert vom Schweizer Arzt Dr. Paul Niehans, dem Erfinder der Frischzellentherapie. Anders als Niehans, der mit tierischen Embryonalzellen arbeitete, richtete sich die Aufmerksamkeit Dr. Pol Henrys auf die pflanzlichen Embryonalzellen.

 

Das Embryonalgewebe, vorzugsweise die Knospen werden von der Pflanze mit allen wichtigen Nährstoffen ausgestattet um wachsen zu können. Im Frühjahr bringt der Baum seine ganze Kraft und Energie in die Knospen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Gehalt an Aminosäuren in den Knospen deutlich höher liegt als in den ausgereiften Blättern.

Neben den Aminosäuren findet man in den Knospen die für das Wachstum wichtigen Pflanzenhormone: Auxin, Cytokinin und Gibberellin.

Des Weiteren sind einige sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe sowie Chlorophyll in den jungen Blättern zu finden.

 

Wenn wir uns an der Gemmotherapie von ihrem Begründer, Dr. Pol Henry orientieren, so gehen wir von einer Veränderung der Bluteiweiße je nach Krankheitsstadium aus.

Die Gemmotherapeutika greifen in dieses veränderte Bluteiweißbild ein.

 

Wir haben es vorwiegend mit Bäume und Sträucher zu tun.

Die Mittel – meist Mundspray, da die Mundschleimhaut die Inhaltsstoffe fast vollständig aufnimmt. Dieses Spray kann man über Apotheken beziehen. Für Therapeuten ist die eigene Herstellung eine Alternative.

 

Pflanzenbeispiele:

 

Hängebirke (Betula pendula)

 

Wirkung:

Entspannend, regulierend, stimmungsaufhellend, fördert die Entwicklung und Regeneration

 

Erkrankungen:

  • Wachstumsschmerzen
  • Konzentrationsschwäche
  • Osteoporose
  • Depressionen
  • Burn-out

Birke5 bea

 

 

 

 

 

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)      

 

Wirkung:

Entzündungshemmend, immunstärkend, antiallergisch, antiödematös, schmerzlindernd

 

Erkrankungen:

  • Heuschnupfen
  • Allergien
  • Erkältung
  • Bronchitis
  • Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches
  • Akne
  • Ekzeme
  • Herpes
  • Psoriasis
  • Nesselfieber
  • Gelenkbeschwerden

 

Eine Therapieform der Phytotherapie, wo es sich lohnt sich näher damit zu beschäftigen.

Die KräuterSchmiede bietet dazu ein sechswöchiges Email-Seminar an.