Rauhnächte

Man geht davon aus, dass die Rauhnächte ihren Ursprung in dem germanischen Mondkalender haben. Laut diesem Mondkalender hat das Jahr 354 Tage, 12 Tage weniger als unser heutiger Sonnenkalender. Diese 12 Tage gab es quasi nicht und so wurde an ihnen auch nicht gearbeitet. Es gibt unterschiedliche Zeiten für die Rauhnächte. Ursprünglich war es wohl so, dass die Rauhnächte am 21. Dezember begannen und am 06. Januar endeten. Die Sonn- und Feiertage wurden ausgelassen. Mittlerweile gilt die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem 06. Januar als die Zeit der Rauhnächte.

Wo kommt nun der Name ‚Rauhnacht’ her?

Es stammt zum einen von dem mittelhochdeutschen Wort ‚ruch’ ab, was wild und haarig bedeutet (siehe die Perchtenmasken). Zum anderen bezieht sich die Bezeichnung ‚Rauh’ auf das Räuchern, ein Ritual in diesen Nächten.

Eine Rauhnacht geht von Nacht zu Nacht, also auch über den Tag. Als Nacht wurde es deshalb bezeichnet, da sich diese Zeit nach dem keltischen Jahreskreis in der Jahresnacht befindet. In Bayern und Österreich wird die letzte Rauhnacht – der  5. Jan. – als Perchten-Nacht bezeichnet.

Unsere Vorfahren orakelten in den Rauhnächten. Jede Nacht stand für einen Monat. Es wurde genau darauf geachtet was an diesem Tag geschieht, all dies spiegelt sich dann in dem jeweiligen Monat wieder. So steht die erste Rauhnacht für den Januar, die zweite Nacht für den Februar und so weiter. Es gab zwei Tage, den 28. Dezember und den 05. Januar, an denen konnte man das Negative an den Tagen davor wieder gut machen und so auf schöne Monate hoffen.

Unsere Ahnen achteten diese Tage und vermieden alles was negativ war um das kommende Jahr zu einem positiven zu machen. Jeder war selber dafür verantwortlich wie sein Jahr wurde!

Zu den Rauhnächten gehört das Räuchern! Dieses Räuchern dient dazu, die bösen Geister zu vertreiben und positive Energien in das Haus zu holen. Man geht in jeder Rauhnacht mit der Räucherschale, in dem ein Pflanzen- und Harzgemisch verräuchert wurde, dreimal entgegen dem Uhrzeigersinn durch jeden Raum um diesen mit Licht und Liebe zu füllen und böse Geister sowie Krankheiten fern zu halten.

Als Räucherwerk eignen sich:

Fichtenharz

Beifuß

Lavendel

Holunder

Mistel

Johanniskraut

Angelikawurzel

Wacholder