Auch wenn die Temperaturen etwas zu wünschen übriglassen, grünt und blüht es draußen wie verrückt.

Wenn du genauso gerne Wildkräuter in deinen Speiseplan einbaust wie ich, dann haben wir die frischen Zutaten gerade in Hülle und Fülle.

Ich bin ja eine absolute Salatliebhaberin, dass muss ich bestimmt von meinem Vater geerbt haben 😉. Heute gab es mal wieder Salat zum Mittag.

Im Kühlschrank gab es noch Eisbergsalat und Spitzpaprika, schnell ein paar rote Linsen gekocht und etwas Honigmelone kleingeschnitten.

Draußen gab es dann die richtig gesunden und leckeren Salatzutaten. Es gab Giersch, Vogelmiere, Himbeerblätter, Löwenzahn, Sauerampfer, etwas Minze sowie Schnittlauch. Vom Gundermann kamen ein paar Blüten mit und vom Tellerkraut ein paar Blätter mit Blüten.

Eine leckere Vinaigrette dazu und fertig ist ein leckerer und bunter Salat, der pur oder als Beilage gegessen werden kann. Für meine Mutter gab es zwei Spiegeleier obendrauf.

Gerade in den, für viele Menschen stressigen Zeiten braucht der Körper ausreichend natürliche Mikronährstoffe, die wir einfach und kostengünstig über die Wildkräuter bekommen. Ich empfinde die rohen Wildkräuter auf unserem Speiseplan als eine kleine, sanfte Detoxkur.

Gibt es bei dir auch Wildkräuter in der Küche?

Ich habe gedacht, ich zeige dir immer mal wieder Wildkräutergerichte, die ich für mich und meiner Mutter mache. Meinen Mann bekomme ich dort noch nicht ran…

Das ‚Blut‘ der Pflanzen ist das Chlorophyll, der grüne Pflanzenfarbstoff. Dieses Chlorophyll ist fast identisch mit unserem Blutfarbstoff Hämoglobin. Der einzige Unterschied besteht vereinfacht gesagt darin, dass bei den Pflanzen das Magnesium die grüne Farbe ausmacht und bei uns und unseren Tieren färbt Eisen das Blut rot. Das Chlorophyll bewirkt in unserem Körper eine ganze Menge positiver Dinge. Da ist zum einen die Entgiftung – ich erwähnte ja bereits die kleine sanfte Detoxkur, zum anderen gibt uns Chlorophyll Energie, stärkt das Immunsystem und schützt unsere Zellen. Es bewirkt im Körper aber noch mehr, so bindet Chlorophyll Körpergerüche, stärkt das Immunsystem und unterstützt den Körper im Kampf gegen den Krebs, indem es das Tumorwachstum hemmt.

Wenn das nicht gute Gründe sind das ‚Unkraut‘ aus dem Garten einfach aufzuessen?!
Stopp!
Natürlich musst du dir schon sicher sein, was du an Wildkräutern essen kannst und was nicht. Wenn du dir unsicher bist, lass die Pflanze weg.

Hier das Rezept von meinem Salat heute:

½ Eisbergsalat
1 Spitzpaprika
1 Handvoll Wildkräuter siehe Text
5 Blättchen Minze
etwas Schnittlauch
1 kl. Spalte Honigmelone
ca. 200 g rote Linsen

4 EL Balsamico hell
4 EL Sonnenblumenöl bio
1 TL Feigensenf
etwas Kräutersalz
Pfeffer

Ein paar Gundermannblüten (alternativ andere essbare Blüten)
Tellerkrautblätter mit Blüten

Den Eisbergsalat, den Paprika, die Kräuter kleinschneiden. Die Honigmelone ebenfalls kleinschneiden. Die Linsen ca. 10 Min. kochen, kalt abspülen und noch weiter abkühlen lassen. Alles zusammenmischen.
Für die Vinaigrette die Zutaten verrühren und über den Salat gießen.
Anrichten und mit den Gundermannblüten und dem Tellerkraut dekorieren.

(© Petra Nadolny 2021)

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