,Ich liebe Erdbeeren, geht es dir auch so?

Noch lieber als die großen roten – oder manchmal auch weißen – Früchte mag ich die kleinen Walderdbeeren. Ich weiß, dass ich sie schon als kleines Kind gerne gegessen habe und mein Vater mir diese oft gegeben hat. Zum Leidwesen meiner Mutter, die sich dann um meine rot befleckte Kleidung kümmern musste.

Die kleinen Walderdbeeren schmecken viel intensiver als die Kulturerdbeeren, vor allem nicht so süß.

Wusstest du, dass die Erdbeeren Rosengewächse sind? Walderdbeeren sind mehrjährige Pflanzen, die auch im Winter grün sind. Ihre Wuchshöhe variiert von fünf bis fünfundzwanzig Zentimetern. Im April beginnt die Blüte und anders als bei unseren Kulturerdbeeren können sich vereinzelte Blüten bzw. Früchte bis zum Frost bilden.

Die Blüte selber ist dichogam, das heißt, die Fruchtblätter, also der weibliche Anteil der Erdbeerblüte, erscheint zu erst. Später, wenn die Blüte bereits befruchtet ist, reifen die Staubblätter aus. So schützt sich die Erdbeerblüte vor Selbstbestäubung.

Die Walderdbeere kann durch ihre Ausläufer relativ schnell Flächen bedecken. Für die Insekten bieten die Blüten viel Pollen und Nektar.

Auch für uns sind diese „Beeren“ wertvoll. Genauer betrachtet handelt es sich bei der Frucht um keine Beere, sondern um eine Sammelnussfrucht. Die Samen werden Nüsschen genannt und einige von ihnen sitzen auf der Oberfläche der Frucht.

Wir Menschen nutzen die Walderdbeeren schon seit vielen Jahrtausenden. Früher wurde diese Pflanze auf Feldern angebaut. Selbst Dichter widmeten in der Antike dieser Pflanze ihre Zeilen.

Die kleinen Früchte sind reich an Vitamin C. Die Vitamine B3 und B5 sind ebenfalls in der Frucht enthalten. Selbstverständlich finden wir darin auch Mineralstoffe. Kalium, Magnesium, Phosphor und Kalzium wären hier zu nennen. Der rote Farbstoff, die Anthocyane, hat eine antioxidative Wirkung.

Wir können nicht nur die Früchte nutzen, auch die Blätter haben wertvolle Inhaltsstoffe. In ihnen finden wir ebenfalls Vitamin C, die Mineralstoffe Eisen, Kalium und Kalzium sowie einige sekundäre Pflanzenstoffe wie Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle.

Ich nehme auch immer ein paar Blätter dazu, wenn ich aus den Früchten der Walderdbeere etwas herstelle.

Wir sollten bedenken, dass die kleinen Nüsschen der Walderdbeere Bitterstoffe enthalten, die erst nach dem Erhitzen zu schmecken sind. Marmelade aus diesen kleinen Früchten kann einen leichten Bittergeschmack haben.

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Rezept Oxymel

3 Teile Bio Honig

1 Teil Bio Apfelessig

1 Teil Erdbeeren, Erdbeerblätter, Rosenblätter und Blätter vom Stinkenden Storchschnabel.

Alles in ein Schraubglass füllen und ab und zu schütteln. 

4 Wochen ziehen lassen.

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Wo finden wir Walderdbeeren? Die Pflanze liebt lichte Wälder und Wegränder fühlt sich aber auch in Gärten wohl. Ist der Boden durchlässig, nährstoff- und humusreich, kann die kleine Pflanze schnell das ganze Beet bedecken.

Unsere Kulturerdbeere stammt allerdings nicht von der kleinen Walderdbeere ab. Sie hat die amerikanische Chile-Erdbeere und die aus Nordamerika stammende Scharlach-Erdbeere als Eltern.